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die 400 Euro Challenge - Sparen beim Einkauf, so geht's


Unlängst habe ich Euch auf Instagram von meiner persönlichen 400 Euro Challenge berichtet. Einen Monat lang einkaufen und dabei die 400 Euro Grenze nicht überschreiten. Im August 2018 haben wir es den ersten Monat lang konsequent versucht und was soll ich sagen - zu meiner großen Überraschung haben wir es geschafft. 

Inkludiert waren hier jegliche Einkäufe, die wir im Supermarkt tätigen. Sei es Lebensmittel, Hunde- und Katzenfutter, sowie Zubehör, Hygieneartikel, Waschmittel und so weiter. Und das für uns drei und unsere beiden Fellknäuel.

Aber wo habe ich angefangen und wie haben wir das geschafft? Im Prinzip war es relativ einfach. 


Quelle: Runtastic.com
Quelle: Runtastic.com

ein blick in den kühlschrank

Vor jedem Einkauf gab es von mir erstmal einen prüfenden Blick in den Kühlschrank. Was haben wir noch da, woraus könnten wir noch etwas machen? Und was benötige ich dazu?
Ich habe keinen ausgereiften Essensplan für uns erstellt, mir aber dennoch Gedanken gemacht, was ich mit der letzten Zucchini noch anstellen könnte, wofür die halbe Gurke noch herhalten kann, oder was ich noch brauche, damit ich die letzten Eier noch verwerten kann, bevor sie schlecht werden und in den Müll wandern. 

Außerdem hat man ja immer irgendwas zu Hause, sei es noch Reis, oder Nudeln. 

 

Es macht durchaus Sinn sich das vorher zu überlegen, um dann nicht planlos im Supermarkt zu stehen. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir weitaus sinnvoller und weniger einkaufen, wenn wir uns eine Liste machen und einmal einen Großeinkauf tätigen, anstelle für viele kleine Einkäufe mehrmals pro Woche zum Supermarkt zu fahren. Spart übrigens auch Benzin und Nerven. 


Ab zum Diskonter

Obwohl es uns absolut bewusst ist, dass viele Supermärkte deutlich teurer sind, als zum Beispiel der Supermarkt Hofer (das österreichische Pendant zu Aldi), sind wir aus purer Faulheit dennoch stets zu den überteuerten Supermärkten gefahren, weil's beim Diskonter eben nicht immer alles gibt, was wir benötigen - under anderem das Milchpulver für unser Gewürzgürkchen und unsere Windeln. 

Diesen Monat waren wir schlau genug und sind zwei Supermärkte abgefahren, was eine zeitliche Zusatzbelastung von etwa 10 Minuten ausgemacht hat, uns aber - und davon bin ich überzeugt - wahnsinnig viel Geld gespart hat. Die Ware ist im Prinzip oft genau die Gleiche. Man hätte sich nur mal eher die Mühe machen sollen und 10m weiter zum anderen Supermarkt fahren.


Quelle: Runtastic.com
Quelle: Runtastic.com

Buchführung

Wir haben ein Notizbuch in der Küche liegen, dort habe ich alle Einkäufe samt Datum grob notiert. Das hat mir geholfen die Übersicht über unsere Ausgaben zu behalten, denn mal zahlt mein Mann, mal zahle ich. Und ich meine damit wirklich jede Ausgabe. Und wenn wir nur für 8 Euro schnell Bananen, Brot und ein paar Kleinigkeiten geholt haben, die uns gefehlt haben. 

Außerdem konnte ich so auch ganz gut sehen, wie oft wir eigentlich einkaufen gehen. Die Einkäufe stets als Großeinkauf zu gestalten, der für mehrere Tagen ausreichen sollte, hat für uns in diesem Monat gut funktioniert. Im Prinzip mussten wir dazwischen nur ab und an die Dinge holen, die man eben nicht Kiloweise kaufen kann. So wie Bananen oder Brot. Das würde uns nur schlecht werden, wenn wir es gleich für 10 Tage kaufen würden. 


hungrig einkaufen

Klingt total dämlich, ist aber leider wahr. Wenn wir direkt nach dem Training morgens auf nüchternen Magen einkaufen waren, dann verleitet uns das meistens dazu irgendwelche überteuerten Fertigprodukte zu kaufen. Erstens, weil wir hungrig sind und zweitens, weil wir vom Training kaputt sind und allein die Vorstellung, ich müsste daheim das Essen erst noch zubereiten, führt bei mir als chronischem Faulpelz schon zu Panikattacken.

 


frag den mann - Nicht

Wenn du meinen Mann fragst, ob er Hunger hat und ob er etwas essen möchte, dann wird er das prinzipiell direkt verneinen. Ich glaube übrigens er macht das einfach, weil er sich jetzt nicht damit auseinandersetzen möchte, was er gerne zu essen hätte, geht dann nach ein paar Minuten zum Kühlschrank und nachdem er darin kaum etwas finden wird, das man sich mal so im Stehen reinschaufeln kann ohne wenigstens fünf Minuten Vorbereitungszeit, wird er die Schokolade wegnaschen, die für die ganze Woche und uns drei gedacht war.
Deshalb frag ich ihn prinzipiell auch nicht mehr. Ich verwende ihn einfach als Resteverwerter. Ist da noch eine Scheibe Brot, die in absehbarer Zukunft zu Schimmeln anfangen wird?
Na dann eben ein Marmeladebrot daraus gemacht und ihm einfach vor die Nase gestellt. 

 

Klingt blöd. Ist aber bei uns leider tatsächlich so. 


keine getränke

Im Prinzip trinken wir alle drei nur Wasser aus der Leitung. Das erspart uns in erster Linie viel Kistenschleppen und natürlich auch Geld. Abgefülltes Wasser ist teuer. Und ich empfinde es auch als unnötig, zumindest hier bei uns in Österreich, wo man sich über die Qualität des Leitungswassers nicht beschweren kann.

Einzig bitter wird es für mich, wenn es um meine geliebten Koffeingetränke geht. Eine Dose kommt da mal eben auf EUR 1.50 und davon könnte ich etwa 20 am Tag trinken. Wer schon mal eine Story von mir verfolgt hat, wo ich mit einem gigantischen Sack zum Alumüll marschiere und die Dosen entsorge, der weiß bescheid.

Nun musste ich das eben gegen selbstgerechten Eistee tauschen. Kommt in Summe viel billiger und produziert auch weniger Müll. Natürlich gönnte ich mir noch ab und an eine Dose. Aber den Konsum hab ich doch stark eingeschränkt. 


Quelle: Runtastic.com
Quelle: Runtastic.com

Notfall essen

Sonntag abends auf der Couch, keiner hat Lust zu kochen. Zack Pizza bestellt. 

Im August nicht. Wir haben einfach vorausschauend die Tiefkühltruhe aufgefüllt. Pizza bestellen ist nämlich eigentlich ziemlich teuer. Zumindest bei unserer Pizzeria des Vertrauens. Hat bisher auch ganz gut funktioniert und wird im September auch weiterhin so fortgeführt.

Manche Tipps sind vielleicht zu offensichtlich, manche erscheinen total schwachsinnig, funktioniert haben sie alle. Zumindest für uns. 

Ich, als absoluter Sparefroh, hab das Sparen schon von meiner Mama eingetrichtert bekommen, da hatte ich noch gar kein eigenes Einkommen. Als Jugendliche war es oftmals hart beziehungsweise für mich unverständlich, heute bin ich darüber sehr froh, weil das Geld bei uns halt leider nicht auf Bäumen wächst und ich es lieber da habe, wo ich es sehen kann. Am Sparbuch oder in meinem Schuhkrank. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Anita (Mittwoch, 10 Oktober 2018 18:11)

    Toller beitrag :) freu mich wenn du wieder eine challange startest, ich bin dabei :)