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Fit as Fck - drei Kilometer


Meine sportliche Karriere jenseits meiner Pubertät begann anno dazumal mit dem Gedanken, dass stundenlanges Laufen 6 Tage in der Woche mich aussehen lassen werden wie ein Fitnessmodel.Heute, einige Jahre später, weiß ich zwar, dass das absoluter Blödsinn war, allerdings bin ich auch nicht sonderlich glücklich darüber, dass ich dem Laufen beinahe zur Gänze den Rücken zugekehrt habe.

In meiner Schwangerschaft bin ich zumindest neben den Krafttraining noch zwei mal pro Woche gelaufen, und zwar meist genau 3 Kilometer.

 

Woher diese Messlatte kam ist eigentlich relativ einfach. Beim Polizeiaufnahme Test bei uns in Österreich sind diese drei Kilometer (für Frauen) in unter 16 Minuten (für die Leistungsstufe) zu meistern. Als Ehefrau eines Polizisten besteht ein Großteil meines Freundeskreis mittlerweile aus Gesetzeshütern, mit diesen 3 Kilometern konnte ich mich daher immer an anderen messen. Und die konnte ich im 9. Monat auch noch in knapp 16 Minuten laufen, worauf ich bis heute wahnsinnig stolz bin. Zugegebenermaßen werden diese 3 Kilometer aus mir keinen austrainierten Ausdauersportler machen, aber sie sind ein Anfang um wieder zurück zu alter Gesundheit zu finden. 

Also gehe ich seit zwei Wochen wieder drei mal in der Woche abends laufen, quetsche das irgendwo zwischen dem üblichen Krafttraining, Yoga, Radfahren und Kind, Mann, Haus und Haustieren dazwischen. 


Die ersten drei Kilometer nach meiner ewig andauernden Laufabstinenz waren praktisch gesehen nur 1.5, danach hab ich nämlich das Handtuch geworfen und bin keuchend und mit einer weiteren Nahtod Erfahrung später auf allen vieren zurück nach Hause gekrochen. Aber der Wille war stark und gestern hat es das erste mal wieder richtig viel Spaß gemacht. Die Kilometer gingen runter wie Öl und ich fühlte mich bombastisch, bis mein alter Freund das Seitenstechen sich wieder bemerkbar gemacht hat. 

Mein bester Freund wird das Laufen vermutlich niemals werden, mein Herz schlägt einfach für die Langhantel, aber die Vorteile überwiegen klar dem faul auf der Couch sitzen und wo zwei Laufschuhe sind, ist auch ein Weg.

Laufen erhöht deine sportliche Leistungsfähigkeit

Während des Joggens wird dein ganzer Körper mit Sauerstoff durchflutet. Du hast mehr Energie und verbesserst durch regelmäßiges Joggen deine Leistungsfähigkeit, da der Körper lernt, wie er mehr Sauerstoff gezielt in deine Muskulatur transportiert. 


Laufen als Therapie

Was ich anfänglich als total nervtötend empfand, genieße ich mittlerweile in vollen Zügen. Laufen ist die ideale Möglichkeit, um nachzudenken. 

Laufen für stärkere Knochen

Laufen (Sport generell) erhöht die Knochendichte und vermindert das Risiko von Osteoporose oder Arthrose.

Durch den erhöhten Sauerstofffluss stärkt Laufen, entgegen der weiterverbreiteten Annahme, deine Kniegelenke. Außerdem schützt es dein Knorpelgewebe und stärkt Bänder und Sehnen. 

Endorphine

Wer mich auf Instagram schon länger verfolgt weiß, dass ich das Glücksgefühl nach dem Sport in vollen Zügen genieße. Egal wie mies der Tag war, wie wenig motiviert ich vor dem Sport war, spätestens danach ist die Welt wieder in Ordnung.

Auch Laufen schüttet Endorphine und Serotonin aus. Das hilft gegen Angstgefühle und sogar Depressionen können damit erfolgreich bekämpft werden.

Die allgemein höhere Lebenserwartung von Menschen, die gerne und oft Laufen (und sich körperlich betätigen), das verminderte Risiko von Herzerkrankungen, stärkeres Immunsystem und natürlich auch mehr Selbstbewusstsein, sind weitere Effekte, die mich motivieren jetzt wieder öfter in meine Laufschuhe zu schlüpfen.


Aller Anfang ist schwer und jeder hat mal klein angefangen. Aber einmal durchgezogen überwiegen die Vorteile und am Ende kommt man glücklich, zufrieden und verschwitzt zu Hause an und freut sich, dass man sich motiviert hat. 

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