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Fit as Fck - Du bist was du isst

Die Einwohner der italienischen Insel Sardinien werden überdurchschnittlich alt. Zumindest hab ich das vergangene Woche in einer Dokumentation auf Netflix gesehen. In der Volksgruppe der Sarden findet sich ein außergewöhnlich hoher Anteil an Menschen, die über 100 Jahre alt werden. 

Woran liegt das? Was ist das Geheimnis der Sarden?

Ein bisschen Recherche und ein paar Artikel später, bin ich um einiges schlauer und bereits mit beiden Beinen in den Startlöchern zu meinem nächsten Vorsatz.


Die Provinz Ogliastra gehört zur so genannten blauen Zone. So nennen Demographen die vier Gegenden weltweit, in denen Menschen besonders alt werden. Im 3000 Seelen Dorf Villagrande Strisaili werden von 100.000 Einwohnern 31 über 100 Jahre alt und liegt damit also deutlich über dem Durchschnitt. 

Eine 100% Erklärung dazu, findet man leider nirgendwo. Wo sich allerdings alle einig sind: Ernährung und Bewegung tragen positiv und zu großen Teilen zur Lebenserwartung der Inselbewohner bei. 

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Oxidationen anderer Substanzen verlangsamen. Sie haben eine wichtige physiologische Bedeutung durch ihre Wirkung als Radikalfänger. 

 

Was heißt das im Klartext?

Der Organismus ist ständig sogenannten freien Radikalen ausgesetzt, die für den Körper eine Belastung darstellen. Im Rahmen der nicht enzymatischen Abwehr existieren Antioxidantien als Schutzsystem. Und die muss man zum Glück nicht in teuren (und unnötigen) Nahrungsergänzungsmitteln kaufen, sondern sie kommen in der Nahrung als natürliche Antioxidantien vor, zum Beispiel Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Flavonoide und in anderen sekundären Pflanzenstoffe.

Sprich, in Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, hochwertigen pflanzlichen Ölen, Nüssen und Hülsenfrüchten.

Im Prinzip würde meine Ernährung ja genau aus diesen Produkten bestehen, wären da nicht die industriell gefertigten kleinen Teufel, die sich aus purer Faulheit ständig in meinen Ernährungsplan schleichen.

Und da rede ich nicht davon, dass ich hier und da mal Schokolade esse oder mir eine Tiefkühlpizza gönne. 

Nein, ich bin zur Makronährstoffspezialistin geworden und schaffe es mich komplett von fertig Produkten zu ernähren und dennoch meine Makronährstoffverteilung auf den Punkt genau zu treffen. Und das habe ich im letzten Jahr perfektioniert. 

 

Einer der Gründe, weshalb ich angefangen habe mich mit Sport und passender Ernährung zu beschäftigen, war der Tod meiner Mutter an Krebs. Also irgendwo in den vergangenen drei Jahren hatte ich offensichtlich eine falsche Abzweigung genommen, aber damit sollte nun Schluss sein.

 

Welche Ziele habe ich mir also gesetzt?

So wenig wie möglich industriell verarbeitete Produkte, ich möchte meinem Kind vorleben, wie einfach und schnell es gehen kann sich gesund und ausgewogen zu ernähren (und dabei trotzdem meine Makros auf den Punkt haben) und mir natürlich dennoch im überschaubaren Ausmaß die eine oder andere „Belohnung“ gönnen. Denn eines hab ich in den letzten Jahren gelernt: Gänzlicher Verzicht kann für mich niemals als dauerhafte Umstellung funktionieren.

Ich möchte zwar auch über 100 Jahre alt werden und am liebsten auf der Hochzeit meiner Urenkel noch zu Led Zeppelin abgehen wie ein Zäpfchen, aber am Ende des Tages sollen diese kommenden 70 Jahre ja auch Spaß machen.

Und Schokolade gehört für mich eben da auch dazu!

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