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Fit as Fck - Zeit für Veränderung

Der Ort in dem ich wohne hat gerade mal 3.996 Einwohner. In den knapp 4 Monaten, in denen wir hier sind, konnte ich nichts Aussergewöhnliches feststellen. Hier ist einfach alles normal.

Fast alles.

 

Alle drei Tage fegen hier orkanartige Stürme durch die Landschaft, die die Möblierung in unserem Garten einmal von A nach B tragen. 

Pünktlich alle drei Tage. Immer, wirklich immer, wenn ich Leg Day hab und mit dem Fahrrad ins Fitness Studio fahre.

Und damit auch wieder zurück nach Hause muss.

 

Als ich also vergangene Woche wieder einmal nach dem Beintraining gegen den Wind nach Hause radeln musste und nach einer gefühlten Stunde und einer Nahtod Erfahrung später endlich auch am Ziel ankam, wurde mir das erste mal bewusst, dass ich irgendwo auf meiner Reise das Ziel aus den Augen verloren hatte.

Weshalb hatte ich mit Sport angefangen, wenn ich nach 4km gegen den Wind kaputt zu Hause ankomme?

 

Ich wollte fit sein. Gesund essen und etwas verändern. Obst und Gemüse auf Märkten kaufen, bewusst leben, einen Marathon laufen und Crossfit machen.

Wenn ich das letzte Jahr Revue passieren lasse, dann habe ich mich körperlich sicherlich entwickelt. Aber auf meine Gesundheit habe ich kaum geachtet.

 

Für Neujahrsvorsätze ist es mittlerweile zu spät, aber zum Glück nicht für Veränderung. Die Catha hat mich erst unlängst mit einem tollen Posting motiviert:

 

Through physical movement we open hearts. 

And the world needs more open hearts.

 

Und damit war auch gleich klar, womit ich meine Reise starte.


2.300 Kalorien

2.300 Kalorien also. Genau soviel wollte ich jeden Tag verbrennen. Nicht weil ich abnehmen wollte, ich wollte mich mehr bewegen. Und zwar im Alltag. Zwar fahre ich konsequent jede Woche 5 mal mit dem Fahrrad ins Fitness Studio, aber ansonsten kommt die Bewegung im Alltag oft zu kurz. Dass ich von daheim arbeiten kann trägt sein übriges dazu bei.

 

Wieso genau 2.300 Kalorien?

Genau da vibriert meine Fitbit und versieht den Tag mit einem grünen Sternchen. Woher sie die Zahl nimmt weiß ich nicht, ist aber für mich auch nicht weiter wichtig. Ich wollte mich einfach wieder mehr und bewusster bewegen. Und die Zahl auf meiner Fitbit musste dafür einfach als Anhaltspunkt herhalten. Und das tägliche 10.000 Schritte Ziel gleich dazu. 

 

Nebenwirkungen sind unter anderem ein stets aufgeräumtes Haus, weil ich die Minuten, die ich sonst sinnlos mit dem Handy auf Instagram vertrödele, lieber dafür genutzt hab durch’s Haus zu wurschteln und irgendwas wegzuräumen oder abzuwischen. Oder die Wäsche abzuhängen, was ich sonst gerne mal zwei Tage lang vor mir her schiebe. 

 

Dienstag Morgen hab ich mich dabei erwischt, wie ich unsere Zufahrt zum Haus gefegt hab. Penibel hab ich die kleinen Äste von Nachbars blödem Baum von der Straße gekehrt. Dinge, die mir sonst vollkommen Powidl wären. Alles erledigt.

 

Ich würde auch gerne behaupten, dass das Kind auch davon profitiert und deshalb jeden Abend kaputt ins Bett fällt und tief und fest schläft, aber man kann ja nicht alles haben im Leben. 

 

Dafür lenkt mich Bewegung davon ab, ständig aus Langeweile in die Küche zu laufen und mir was Süßes zu holen, von dem wir dank meinem Mann unweigerlich ständig was zu Hause haben.

Aber dazu bald mehr.  

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Reini (Sonntag, 15 April 2018 20:10)

    Böser Mann!���