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Die Sache mit der Brust OP


An den Tagen vor, während und nach meiner Brustraffung haben mich wahnsinnig viele Nachrichten von Euch erreicht, hunderte Fragen und auch viele Genesungswünsche, was mich natürlich wahnsinnig gefreut hat. Deshalb wollte ich mir die Zeit nehmen und das Wichtigste rund um meine Operation für Euch zusammenfassen. 


Wieso überhaupt?

Unverständnis ist für mich absolut keine Neuigkeit mehr. Daher kann ich mit dem Thema auch sehr locker umgehen. Leider bin ich genetisch nicht gerade mit tollem Bindegewebe gesegnet, meine Mama selbst litt jahrelang unter ihrer wahnsinnig großen, aber hängenden Brust. Meine war zwar nicht wahnsinnig groß, aber sonderlich zufrieden war ich schon als Jugendliche nicht und das Stillen meines Sohnes tat hier sein Übriges.

Den ersten Beratungstermin bei dem Arzt meines Vertrauens, Dr. Thomas Aigner, hatte ich bereits im Spätsommer 2016. Meine Hoffnungen waren groß, platzten allerdings relativ zügig, als Dr. Aigner mir mitteilte, dass so knapp nach dem Abstillen noch gar nichts gemacht werden könnte. Also hieß es erstmal warten. 

Die Unzufriedenheit ließ mich allerdings nie wirklich in Ruhe. Prinzipiell bin ich kein Freund von Schönheitsoperationen, ich würde mir zum Beispiel niemals Fett absaugen lassen, da das etwas ist, was ich mit harter Arbeit und Willen auch selbst erreichen konnte. Aber bekanntlich ändert Krafttraining nicht viel am Brustgewebe, also vereinbarte ich im Jänner und Februar diesen Jahres mehrere Beratungstermine bei verschiedenen Ärzten. 

 


Wer?

In Summe hatte ich Termine bei 4 verschiedenen plastischen Chirurgen in und um Wien. Ich las online Rezensionen und Erfahrungsberichte, durchstöberte Foren und sprach mit Freundinnen und Bekannten, die sich selbst unter’s Messer gelegt haben. 

Meine Entscheidung fiel beim zweiten Beratungsgespräch erneut auf Dr. Aigner. In seiner Praxis fühlte ich mich mit Abstand am wohlsten, in den übrigen Praxen kam ich mir immer vor wie von einem anderen Stern, wenn super junge Mädchen mit vermutlich knapp 20 Jahren und aufgespritzten Lippen und Louis Vuitton Taschen neben mir, mit zerfetzten Jeans und dreckigen Sneakers saßen. Sein Personal war von Anfang an wahnsinnig freundlich und kompetent und seine Art, die viele vielleicht als kühl bezeichnen wurden, sagte mir persönlich wahnsinnig zu. Ich habe es gern, wenn Leute mit mir Klartext reden und nicht lange um den heißen Brei herumfaseln, daher passte das irgendwie sehr gut. 

Den Operationstermin bekam ich, da ich ja bereits beim Vorgespräch im Herbst 2016 bei ihm war, relativ zügig und die Aufregung stieg ins Unermessliche.


Kosten?

Für meine Brustsraffung habe ich 5.960,- Euro bezahlt. Ein weiterer Aspekt, den ich bei Dr. Aigner sehr schätze, ist die Transparenz. Er gibt bereits online auf seiner Website Preise für Operationskosten an, die Beratungsgespräches sind ebenfalls kostenslos.

Einige Ärzte wollten 70 - 100 EUR für den Beratungstermin haben. Klar bekäme man das Geld bei bei den Operationskosten rückerstattet, sieht man sich allerdings 4-5 Ärzte zum Vergleich an, ist man schnell ein paar Hundert Euro los, die ich persönlich mir nicht so einfach leisten könnte. 


Ist Ratenzahlung möglich?

Viele Banken bieten (sehr hoch verzinste) Beauty Kredite an. Ob Ratenzahlung bei Dr. Aigner direkt möglich ist, weiß ich leider nicht. 


Vor, während und nach der OP

Meinen Operationstermin hatte ich wie gesagt relativ zügig, zuvor musste ich noch Blutabnehmen und meine Befunde in seine Ordination schicken. 

Operiert wird direkt in Wien 1070, Neustiftgasse 17. Dienstagmorgen um 9 Uhr musste ich mit nüchternem Magen in der Ordination sein. Dort angekommen klärten seine Sprechstundenhilfe und ich noch Details zur Zahlung und dann wurde ich auch schon zum Photos machen mitgenommen. Ausschließlich alle Schwestern waren wahnsinnig nett, zeigten mir mein Zimmer, wo bereits eine Patientin nach ihrer Operation vor sich hin döste, erklärten mir den weiteren Ablauf und gaben mir meine OP Kleidung. Kurz darauf kam der Anästhesist und klärte noch Details mit mir ab und dann kam auch schon Dr. Aigner und zeichnete meine Brust vorbereitend für die Operation an. 

Nervös war ich nicht ein bisschen, eher wahnsinnig müde, da mein Sohn in der Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen hatte und ich mit der Bahn aus Baden bei Wien ungefähr 1.5 Stunden Anreise hatte, und ohne Kaffee dementsprechend müde dort ankam.

In den OP lief ich noch selbst, dort warteten schon Ärzte und Schwestern auf mich, die Stimmung war angenehm und es wurde auch noch gescherzt, ich fühlte mich wirklich wohl und hatte in keiner Sekunde Angst. Dann hatte ich auch schon einen seltsamen Geschmack in meinem Mund und das nächste was ich weiß ist, dass mich eine Schwester in meinem Bett aufweckte. Da musste es ungefähr 12 Uhr Mittags gewesen sein. 

Wenn ich die Situation im Nachhinein Revue passieren lasse, dann hatte ich im eigentlich Sinn keine Schmerzen. Lediglich dieser Druck auf der Brust war unerträglich für mich, dazu kam der Stütz BH, der kaum Platz zum Atmen ließ. Aber wie ich mittlerweile weiß ist dieses Empfinden total individuell, die Dame neben mir zum Beispiel konnte sich nach ein paar Stunden schon alleine anziehen und ging fröhlich grinsend nach Hause.

Ich hingegen hatte mit dem Kreislauf und dem Druck zu kämpfen, mein Mann brachte mir Croissants und Nussschnecken vom Bäcker nebenan und damit konnte ich dann auch schon alleine aufstehen und zur Toilette. 

Auf eigenen Wunsch durfte ich die Klinik am selben Abend verlassen und mein Mann und ich traten gemeinsam die Heimreise an. Zu hause knallte ich mir erstmal den verschriebenen Medikamenten Cocktail rein und schlief dann gefühlt von Dienstag Abend bis Donnerstag Abend, mit einer kurzen Toiletten Pause. 

Die ersten drei Tage danach waren ziemlich hart, der Druck auf der Brust ließ einfach nicht nach, der Rücken brachte mich um und ich war froh, als wir Freitag Abend eine Runde spazieren gehen konnten. Ab dann ging es allerdings wahnsinnig schnell bergauf, die Schmerzen wurden jeden Tag weniger und bis Sonntag Abend war ich auch mit allem Medikamenten durch. Irgendwann in der zweiten Woche kam dann auch schon die Lust auf Sport wieder zurück.


Sport nach der OP

Prinzipiell wurden 4 Wochen kein Ausdauersport und 6 Wochen kein Krafttraining verordnet. Ich begann jedoch in Woche 2 mit isoliertem Beintraining an Maschinen, natürlich nur langsam und mit wenig Gewicht und konnte so bis Ende der 3 Wochen wieder an mein gewohntes Beintraining anküpfen. Ebenfalls ab Ende der Woche 3 konnte ich meinen Bizeps und Trizeps wieder isoliert und vorsichtig trainieren. An das Rücken- und Schulter training traute ich mich jedoch nicht vor Ablauf der 6 Wochen. 


Bist du zufrieden?

Ja, auf alle Fälle. Herr Dr. Aigner hat in Absprache mit mir kleine, allerdings runde Implantate gewählt, nur 205ml auf beiden Seiten, da das für meine Ausgangssituation einfach am idealsten schien.

Das endgültige Resultat sieht man zwar erst nach 3 Monaten, allerdings kann ich heute schon sagen, dass mich das Ergebnis wirklich begeistert. Ich fühle mich wieder wahnsinnig wohl in meiner Haut, ich würde sogar sagen, dass ich mich, was meine Brust anging, überhaupt in meinem Leben noch nie so wohl gefühlt habe. 


Was kannst du anderen raten?

Lasst euch nicht verrückt machen. Entscheidet euch für einen Arzt, aber entscheidet euch alleine. Ich wurde während der Arzt Suche von so vielen Seiten verrückt gemacht, mittlerweile weiß ich aber, dass man über jeden Arzt, egal ob High Society Chirurg oder nicht, immer und überall etwas schlechtes hören oder lesen wird.

Ich denke das ist auch sehr abhängig von - zum Beispiel - der eigenen Wundheilung. Ich war mit meiner Wahl von vorne bis hinten rundum zufrieden und würde Dr. Aigner auch meiner besten Freundin empfehlen, wenn sie mich fragen würde. 


Würdest du es wieder machen?

Eine liebe Bekannte hat mir am zweiten Tag nach der Operation eine SMS geschrieben und meinte „Na, denkst du dir gerade weshalb du es hast machen lassen?“ und ich musste wahnsinnig lachen, denn ja, das waren die Gedanken, die mir währenddessen durch den Kopf gegangen sind. Der Druck auf der Brust, die Rückenschmerzen, ich war so eingeschränkt in jeder Bewegung und alles war unbequem. Ich fragte mich weshalb zur Hölle ich das unbedingt machen lassen musste. Aber alle hatten recht mit der Aussage, dass nach 3 Tagen das Schlimmste geschafft war. Und heute bin ich sehr froh darüber und ersehne den Sommer herbei, wenn ich endlich rückenfreie Kleider tragen kann, ohne dass irgendwo ein BH hervor blitzt. 


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Kommentare: 1
  • #1

    Susi (Mittwoch, 14 März 2018 18:32)

    Hallo:) danke für die super Infos:) frage: wurde nur mit implis gestrafft oder haut entfernt? Lg und danke:)