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Skinny Fat

Quelle: legionathletics.com
Quelle: legionathletics.com

Was bedeutet skinny fat?

 

 

 

Der Begriff "skinny fat", der vor allem im englischsprachigen Raum (und in der Fitness Szene) weit verbreitet ist, beschreibt einen Menschen, der in Kleidung zwar sehr schlank wirkt, in Wahrheit aber einen (in der Relation betrachtet) hohen Körperfettanteil und wenig Muskelmasse besitzt. 

Insbesondere bei Frauen, die ihren Traumkörper durch Hungern erreichen wollen, ist nach vielen Diäten und wenig (oder dem falschen Sport) zwar das Zielgewicht auf der Waage erreicht, die Muskulatur allerdings auch weitläufig verschwunden.



Was steckt dahinter?

Der menschliche Körper besteht unter anderem aus Fett- und Muskelmasse. Menschen, die (von Natur aus) schlank sind oder einen niedrigen BMI (Body Mass Index) haben, haben nicht automatisch einen niedrigen Körperfettanteil.

Der BMI sagt uns nur, wie das Verhältnis von Körpergröße zum Gewicht ist; Faktoren wie Wasser-, Fett- und Muskelanteil des Körpers werden hier völlig außer acht gelassen. Auch die Waage hilft dabei nicht weiter, weshalb ich persönlich ein totaler Verfechter des täglichen Wiegens bin, beziehungsweise von Wunschvorstellungen wie "Ich möchte wieder 55kg wiegen" - aber dazu möchte ich in einem späteren Posting genauer eingehen.
Klartext: Ein niedriger BMI bedeutet nicht automatisch, dass dein Körper athletisch oder muskulös aussieht. 

 

Crash Diäten, viel zu wenig zugeführte Energie, ständiges Cardiotraining, das alles ohne dabei auf Muskelerhalt zu achten, führen dazu, dass zwar die Zahl auf der Waage immer kleiner wird, gleichsam aber auch die vorhandene Muskelmasse. An der Körperkomposition ändert sich nichts. 

Was übrig bleibt ist ein weicher, nicht durchtrainierter Körper, besonders gern im Zusammenhang mit Cellulite. 


Quelle: curate.cool
Quelle: curate.cool

Skinny fat = ungesund?

Skinny Fat wird man oftmals, wenn man schnell abnimmt und kaum Sport betreibt, oder schlichtweg den falschen. 
Zu wenig Muskelmasse und ein zu hoher Körperfettanteil kann auch bei schlanken, vermeintlich gesunden, Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen. Speziell das tiefliegende Bauchfett kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen und auch Diabetes Typ 2 kommt häufiger vor.

"Skinny fat" ist in erster Linie kein optisches Problem, sondern ein gesundheitliches.

 

Die überschüssigen Pfunde, die sich am und um den Bauch herum sammeln, geben mehr Fettbestandteile ins Blut ab als Fettdepots an anderen Körperstellen. Dadurch steigen der Blutfett- und der Cholesterinspiegel an, was wiederum Bluthochdruck zur Folge haben kann und die Chancen, dass man einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, erhöht. Auch Arteriosklerose wird durch schlechte Blutwerte gefördert. Bauchfett – auch bekannt als Viszeralfett – wirkt sich zudem negativ auf den Stoffwechsel aus, stumpft zum Beispiel das Hirn durch die Überproduktion des Hormons Leptin ab. Dadurch stellt sich seltener ein echtes Sättigungsgefühl ein, der Hunger plagt stattdessen immer öfter. Die Produktion des Hormons Adiponektin wird durch Bauchfett derweil gesenkt, was zu Insulinresistenz – einer Art Vorstufe von Diabetes – führen könnte.

(http://www.fitforfun.de/abnehmen/skinny-fat-gefaehrliches-bauchfett-208409.html)


Was kannst du dagegen tun?

 

- Krafttraining
Die effektivste Methode gegen alle unschönen Nebenwirkungen der Hungertdiäten ist intensives Krafttraining. 
Der Begriff alleine scheint viele Frauen in Panikzustände zu versetzen; der Aberglaube, dass man durch Training mit Hanteln in Lichtgeschwindigkeit aussieht wie ein Bodybuilder ohne Weiblichkeit, hält sich genauso fest wie der Glaube, dass Kohlenhydrate böse sind. Aber das Gegenteil ist der Fall. Muskeln sorgen nicht nur für Definition, sondern verbrennen auch Fett.

Wer Muskulatur aufbauen und dadurch seinen Körper straffen und definieren möchte, muss mit schweren Gewichten und dafür weniger Wiederholungen trainieren. Besonders effektiv sind Verbundübungen, bei denen viele Muskelgruppen gleichzeitig involviert werden: Kniebeugen, Klimmzüge, Bankdrücken, Kreuzheben. 

 

- keine Crashdiäten
Die sind oft unausgewogen, versorgen den Körper nicht annähernd mit allen essenziellen Vitaminen und Spurenelementen und führen ohne adäquates Training unweigerlich zu Verlust noch Muskelmasse.

Lieber kontinuierlich und dafür gesund abnehmen. 
Wer effektiv Muskulatur aufbauen möchte, muss dem Körper natürlich die dafür notwendige Energie zur Verfügung stellen, sprich einen moderaten Kalorienüberschuss essen. 

Wichtig ist während einer Phase mit intensivem Training vor allem die ausreichende Versorgung mit Eiweiß. Steht deiner Muskulatur zu wenig davon bereit, baust du Muskulatur ab, anstatt auf – das Ergebnis ist ein schlanker, aber kein straffer Körper.


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